
Der Shaolin – Tempel in China
Begründer des Chan/Zen – der Philosophie der Erneuerung und Präzision – und von Gong Fu, einem der weltbesten Konzentrations- und Herz- Kreislauftrainings
Das Shaolin Kloster in Henan/VR China zählt mit seinem über 1.500-jährigen Bestehen zu einem wesentlichen Bestandteil der chinesischen Geschichte.
Das Kloster hat während der letzten 20 Jahre der Öffnung Chinas eine erneute Bedeutung erlangt. Angesichts der erneuten Sensibilisierung für dieses kulturelle Erbe durch die politische Führung Chinas dürfte die Bedeutung des Klosters in der Zukunft noch weiter zunehmen.
Shaolin bedeutet "junger Wald". Das Shaolin Kloster befindet sich am Shaoshi Berg in unmittelbarer Nähe des mittleren der fünf heiligen Berge Chinas, dem Song Shan, in der zentralchinesischen Provinz Henan. Da das Kloster zur Zeit seiner Gründung in einem Wald (lin) des Shaoshi-Berges gelegen war, wurde es Shao Lin (junger Wald) genannt.
Das Kloster hat eine mehr als 1.500 jährige Geschichte. Seine Gründung erfolgte im Jahre 495 n.Chr. auf Befehl des Kaisers Xiaowen der nördlichen Wie-Dynastie für den indischen Mönch Batuo.
Im Jahr 527 kam der Überlieferung zufolge der indische Mönch Bodhidharma, der in direkter Linie zu Buddha stand, zum Shaolin Kloster. Auf sein Wirken geht einerseits die Erneuerung der buddhistischen Tradition, der Chan-Buddhismus (jap. Zen) und die Methode der sitzenden Konzentrationsübung zurück. Andererseits hat Bodhidharma der Überlieferung zufolge auch die Anfänge des Gong Fu, eines der weltbesten Koordinations-, Konzentrations- und Herzkreislauftrainings, gelegt.
Aufgrund des langen Sitzens, des stundenlangen, konzentrierten Denkens und den damit verbundenen Problemen entwickelte er für die Mönche ausgewählte Bewegungstechniken (Qi Gong und Gong Fu), welche Rückenschmerzen lindern, die Konzentration anregen und das Herz-/Kreislaufsystem stabilisieren.
Stundenlanges Sitzen, konzentriertes Arbeiten und die damit einhergehenden, bekannten Probleme verbinden das moderne Arbeitsleben mit dem kargen Leben der Mönche. Ihre Bewegungstechniken helfen heute sitzenden, berufstätigen Menschen ihre Konzentration anzuregen und ihr Herz-/Kreislaufsystem zu stabilisieren. Sie sind voller Kraft und Energie. Sie werden Dinge bewältigen, von denen sie vorher nicht dachten, dass sie das können.
Shi Yong Xin, Abt des Shaolin Klosters in China
Großmeister Shi Yong Xin, ist der 30. Abt des Shaolin Tempels, seit dessen Gründung im Jahre 495 n. Chr.. Am 19. und 20. August 1999 wurde eine Dharma-Versammlung abgehalten, um den Mönch Shi Yong Xin in das Amt des Abtes des Shaolin Tempels einzuführen.
Damit wurde er der 30. Nachfolger des 1. Abtes Xue Ting Fu Yu. Der Zen-Meister Shi Yong Xin ist seit seiner frühesten Kindheit Mönch und gilt als einer der größten buddhistischen Gelehrten der Welt und als einer der höchsten Autoritäten des Chan-Buddhismus. Er hat etliche buddhistische Aktivitäten in China eingeleitet und wurde zum Vorsitzenden der Buddhistischen Vereinigung der Provinz Henan berufen. Auch ist er Abgeordneter des chinesischen Volkskongresses.
Zu seinen sicherlich größten Leistungen zählt die Gründung der Shaolin Sozialstiftung. Daneben gründete er auch noch ein Institut für Malerei und Kalligraphie. Er förderte den Austausch und die Öffnung von Shaolin mit und gegenüber dem Ausland. Unter seiner Führung eröffnete der Tempel in USA, England, Deutschland und das österreichische Kulturzentrum.

