
Volksrepublik China
Staatsbezeichnung
Chinesisch: Zhonghua Renmin Gongheguo
Deutsch: Volksrepublik China
Englisch: People's Republic of China
Hauptstadt und wichtigste Städte
Hauptstadt:
Beijing (Peking), 11,2 Mio. Einwohner
Wichtige Städte:
Shanghai (13,3 Mio. EW), Chongqing (31,0 Mio. EW), Chengdu (10,2 Mio. EW), Tianjin (9,1 Mio. EW), Harbin (9,4 Mio. EW), Zhengzhou (5,9 Mio EW)
Quelle: China Statistical Yearbook 2002
Fläche und geographische Lage
9,6 Mio. km² (Landfläche), dies entspricht 7,2% der Erde (ohne Antarktis), China liegt weltweit auf Rang 4 hinter Rußland, Kanada und den USA, ca. 3 Mio. km² Hoheitsgewässer.
China liegt einschließlich seiner Hoheitsgewässer und aller Inseln nördlich des Äquators. Von Nord bis Süd erstreckt sich China von der Hauptfahrrinne des Heilong-Flusses in der Provinz Heilongjiang bis zum Zengmu-Riff, im Südchinesischen Meer. Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt 5.500 km. Dies entspricht in etwa der Distanz von Nordpol/Wien.
Von West bis Ost dehnt es sich von der Pamir-Hochebene bis zum Zusammenfluß des Heilong-Flusses und des Wusuli (Ussuri)-Flusses aus. Die größte Ausdehnung von Osten nach Westen beträgt etwa 5.200 km und entspricht der Distanz von Madrid nach New York.
Chinas Fläche entspricht fast der gesamten Fläche der über 30 europäischen Länder, einem Viertel Asiens und einem Fünfzehntel der Festlandfläche der Erde.
Mit über 22.000 km Landesgrenze ist China mit 15 Nachbarländern verbunden
Korea, Rußland, die Mongolische Volksrepublik, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Sikkim, Bhutan, Myanmar, Laos und Vietnam.
Von Norden nach Süden befinden sich an Chinas Küsten folgende Meere: das Bohai Meer, das Gelbe Meer, das Ostchinesische Meer und das Südchinesische Meer. Über das Meer hinweg liegen China gegenüber Japan, den Philippinen, Malaysia, Indonesien und Brunei.
18 000 km Küstenlinie des chinesischen Festlandes sind das ganze Jahr hindurch eisfrei befahrbar.
Quelle: China Statistical Yearbook 2002, "UNO-Konvention über Seerecht"
Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte
1,276 Mrd., die in 351 Mio. Haushalten leben (2001), durchschnittliche Haushaltsgröße: 3,63 Personen
Bevölkerungsreichstes Land der Erde; China wird trotz der Ein-Kind-Politik frühestens 2040 einen leichten Rückgang der Bevölkerungszahl erreichen. 2040 wird die Bevölkerungszahl nach Prognosen bei 1,5 Mrd. ein Maximum erreichen
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner pro km² (97,6/km² in Österreich), Quelle: China Statistical Yearbook 2002; UNDP, US Census Bureau, Statistik Austria
Landessprache, weitere Sprachen
Chinesisch ("Mandarin"), wird von 836 Mio. Chinesen gesprochen, daneben gibt es eine Vielzahl lokaler Dialekte und eigenständiger Sprachen. Insgesamt werden in China mehr als 200 Sprachen gesprochen, Chinesisch ist eine Arbeitssprache der Vereinten Nationen.
Quelle: SIL International
Ethnien
91,59% Han-Chinesen, die restlichen 8,41% verteilen sich auf 55 weitere Ethnien (chin. Bezeichnung: "Nationale Minderheiten"), die größten hiervon sind die Zhuang, Hui, Uiguren, Yi, Miao, Mandschu, Tibeter, Mongolen
Religion und Glauben
Daoismus und Konfuzianismus, Buddhismus (ca. 100 Mio.), Islam (ca. 20 Mio.), Christentum (ca. 60 Mio.)
Staatsform und politisches System
Sozialistische Volksrepublik
Verfassung Verfassung von 1982, wurde zuletzt 1999 geändert
Staatsorgane und Regierungsstruktur
Legislative:
Nationaler Volkskongreß (NVK)
Mitglieder werden von den VKs der Provinzen für 5 Jahre direkt gewählt; 2.895 Sitze;
Vorsitzender: WU Banguo
Exekutive:
Der Staatspräsident wird vom NVK für 5 Jahre gewählt, nominiert den Ministerpräsidenten (Bestätigung durch NVK), die Funktion des Kabinetts wird vom Staatsrat übernommen
Judikative:
Oberstes Volksgericht, Mitglieder werden vom NVK ernannt
Rechtssystem
Traditionell regeln Chinesen Konflikte persönlich, daher lange Zeit kein etabliertes Rechtssystem seit Ende der 70er Jahre Aufbau von Gesellschaftsrecht, Zivilrecht seit 1987; auch heute noch wird versucht, Gerichtsverfahren zu vermeiden => häufiger: Schiedsstellen
Regierungschef
WEN Jiabao, Ministerpräsident seit März 2003
Quelle: Institut für Asienkunde
Staatsoberhaupt
HU Jintao, Präsident seit März 2003
Quelle: Institut für Asienkunde
Politische Parteien
Kommunistische Partei Chinas (KPCh), gegründet 1921, ca. 60 Mio. Mitglieder
Generalsekretär: HU Jintao, seit November 2002 und weitere 8 Parteien
Wichtigste Organe:
Ständiger Ausschuß des Politbüros (nach offizieller Rangfolge):
HU Jintao, WU Bangguo, WEN Jiabao, JIA Qinglin, ZENG Qinghong, HUANG Ju, WU Guanzheng, LI Changchun, LUO Gan
ZK-Sekretariat (nach offizieller Rangfolge):
ZENG Qinghong, LIU Yunshan, ZHOU Yongkang, HE Guoqiang, WANG Gang, XU Caihou, HE Yong
Quelle: Institut für Asienkunde
Volksvertretung
Nationaler Volkskongreß (Einkammerparlament), bestehend aus 2.980 Abgeordneten, die von den Volkskongressen der Provinzen, der autonomen Gebiete und der regierungsunmittelbaren Städte auf 5 Jahre gewählt werden
Quelle: Institut für Asienkunde
Regionale Verwaltungsstruktur
Provinzen:
22 (offiziell 23, da die VR China Taiwan als eigene Provinz ansieht) Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guizhou, Henan, Hebei, Heilongjiang, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Jilin, Liaoning, Ningxia, Qinghai, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan, Zhejiang
Autonome Regionen:
5; Guangxi, Innere Mongolei, Ningxia, Tibet, Xinjiang
Regierungsunmittelbare Städte:
4; Beijing (Peking), Chongqing, Shanghai, Tianjin
Sonderverwaltungsregionen:
2 => Hong Kong, Macao
Quelle: Institut für Asienkunde
Armut
Offiziell leben in China 42 Mio. Menschen unterhalb der Armutsgrenze, 1978 waren es noch 250 Mio.. Nach dem Bewertungskriterium der Vereinten Nationen (<1$/Tag) sind es ca. 150 Mio. Die UN haben anerkannt, dass China in den letzten 20 Jahren den weltweit größten Beitrag zur Reduzierung von Armut eines einzelnen Landes geleistet hat.
Quelle: UNDP
Ärzte je 1000 Bewohner
1,69 (2001), Quelle: China Statistical Yearbook 2002
Staatsfeiertag
1. Oktober (1949): Ausrufung der Volksrepublik
Durchschnittliche Lebenserwartung
68 Jahre (Männer), 70 Jahre (Frauen).
Topographie
Tiefebenen 12%, Gebirge 33%, Hochebenen 26%, Becken 19% und Hügelland 10% der Landesfläche. Die höchsten Berge liegen im Himalaya, dem höchsten Gebirge der Weit.
weltbekannte Erfindungen
Kompass, Schießpulver, Porzellan und Papierherstellung
Geographische Bedingungen
China erfreut sich sehr günstiger Naturbedingungen. Das manifestiert sich sowohl in den klimatischen Bedingungen als auch in der Topographie. China ist eines der Länder mit den meisten Klimazonen. Entsprechend der Temperatur lässt es sich von Norden nach Süden in folgende Zonen aufteilen: die kalte, die gemäßigte, die warme, die subtropische, die tropische und die äquatoriale Zone. Das heißt, dass sich China über alle Klimazonen der Erde außer der Tundra und der Arktischen in der Nähe des Polargebietes erstreckt. Besonders die gemäßigte, die warme und die subtropische Zone nehmen große Flächen ein. Der ostasiatische Monsun besitzt großen Einfluss auf Chinas Klima. Im Sommer weht meist südöstlicher Wind und im Winter meist nördlicher.
Niederschlagsmengen:
Seit vielen Jahren beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag des ganzen Landes 629 mm und die gesamte Niederschlagsmenge innerhalb eines Jahres über 6 Billionen m³. Die meisten Niederschläge in China bringt der feuchte Sommermonsun.
Reiseland China
China ist ein Reiseland von kontinentalen Ausmaßen. Entsprechend bietet es innerhalb seiner Grenzen ein Spektrum an Landschafts-, Klima- und Lebensformen, das anderswo seinesgleichen sucht. Ob man sich für die Urwälder Südwestchinas oder der Mandschurei im hohen Nordosten, die Karstlandschaften Südchinas oder die weiten Grassteppen der Inneren Mongolei interessiert, ob man die Wüste entlang der legendären Seidenstraße oder lieber die Hochgebirge Tibets durchqueren will, ob man die fruchtbaren Reislandschaften entlang der Flußläufe des Yangzi oder des Gelben Flusses, die heiligen Berge oder das quirlige Leben chinesischer Großstädte bevorzugt - das Reich der Mitte fesselt jeden Touristen. Seine Völkervielfalt, die Exotik der vielen uns fremden Kulturen unter einem Dach und die Jahrtausende alte Kultur lassen China geradezu als ein ideales Reiseland sowohl für den zivilisationsmüden als auch den Abenteuer suchenden Reisenden erscheinen.
Ungeachtet dessen ist China allerdings ein äußerst schwieriges Reiseland. Gründe dafür sind u.a. Verständigungsschwierigkeiten, die Menschenmassen, ein völlig überlastetes Transportwesen und oft das eigene Reiseverhalten in Verkennung der Dimension des Landes.

